Das Wettkampfzentrum (WKZ) beim Ski-OL in Hall war in einem "Sportstüberl", das als reines Raucherlokal ausgewiesen war. (Da Sport und Rauchen zwei unverträgliche Gegensätze sind, ist die Bezeichnung "Sportstüberl" wohl ein Kuriosum...) Alle Läufer mußten darin nach dem Lauf ihre SportIdent-Chips auslesen. Die Luft war (v. a. am Samstag) "zum Schneiden", und ich stand in einer langen Schlange ganz hinten. Da mir vom Tabakrauch bereits so übel und schwindlig geworden war, daß ich es nicht mehr aushielt, verließ ich das WKZ vorzeitig und bat meinen Sektionsleiter, daß er meinen Chip zum Auslesen bringt. (Es sei hinzugefügt, daß ich an einer Tabakallergie leide und hyperallergisch reagiere.) Am herrlichen Ski-OL selbst läßt sich kaum etwas kritisieren, aber ein völlig verrauchtes WKZ ist völlig inakzeptabel! Auch wenn es sich hier um ein Raucherlokal handelt und kein anderes Gebäude zur Verfügung steht, so hätte zumindest für die zwei Tage des OL ein temporäres Rauchverbot verhängt werden müssen. Schockierend fand ich es, daß sogar eine Kärntner Seniorenläuferin genußvoll im "Sportstüberl" eine Zigarette rauchte. Das ist Nichtraucherschutz auf Steinzeit-Niveau! Ich fordere daher vom ÖFOL-Vorstand, daß in die Wettlaufordnung ein absolutes Rauchverbot für alle WKZ (für alle Disziplinen - Fuß-OL, Ski-OL und MTB-O) aufgenommen wird!
Ich glaube, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte, man kann schließlich bei jeder Veranstaltung etwas aussetzen. Zuerst wird öffentlich - in Anwesenheit des Bürgermeisters - der fehlende Tee kritisiert (das hätte man auch anschließend besprechen können) und dann das Auslesen im rauchigen Sportstüberl. Dafür hatten wir Umkleidemöglichkeiten in warmen Räumen (im Gegensatz zu Obernberg) und vor allem hervorragende Spuren, die für eine gelungene Veranstaltung viel wichtiger sind.
Außerdem glaube ich kaum, dass man von einem Gastgeber verlangen kann, dass er für zwei Tage das Rauchen verbietet.
Vielen Dank an Hannes und sein Team für die absolut gelungene Premiere als Ski-OL-Veranstalter.