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GPS Logger
  • Wie versprochen erste Testergebnisse mit dem QSTARZ BT-Q1300ST, ich nenne ihn der Kürze halber "Q".
    Es gibt zum Q im Internet einige Reviews , ich halte mich mit allgemeinen Daten daher zurück. Nur so viel: Ja, er ist sehr klein und sehr leicht, könnte also sogar am Stirnband befestigt werden. Ja, die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, weil ein kleiner Knopf alles steuert.
    Als Goldstandard dient mein bewährter Garmin Forerunner 305, kurz "F". Ich habe sowohl F als auch Q auf einen Loggingrate von 1 Hz gestellt (1 Datenpunkt pro Sekunde). Bei meinen Teststrecken sind Hin- und Rückweg gleich, weil man so GPS-Abweichungen am besten erkennt. F trage ich immer am linken Handgelenk.

    Test 1: Lockerer Testlauf auf Strasse, Q in der Hosentasche, weil ich die Tragetasche vergessen habe: Q liegt völlig daneben. Hersteller empfiehlt aber sowieso ausschließlich Tragen am Oberarm.
    http://www.gpsvisualizer.com/display/1335206575-30979-80.122.4.82.html

    Test 2: Spaziergang mit Hunden, Q wie empfohlen am Oberarm getragen: Q ist immer noch deutlich schlechter als F. F schwächelt aber auch ein wenig im mittleren Drittel (steiles Waldstück. Die Schleife am Ende der Strecke ist kein GPs Fehler, sondern war von den Hunden eingefordert.)
    >http://www.gpsvisualizer.com/display/1335514361-25750-80.122.4.82.html

    Test 3: Laufen im Wald, z.T. ziemlich steil. Q diesmal am rechten Handgelenk (analog zu F): Q liegt völlig daneben, verliert oft gänzlich Satellitensignal.
    http://www.gpsvisualizer.com/display/1335513726-25292-80.122.4.82.html

    Zwischenergebnis: Der QSTARZ BT-Q1300ST ist nicht annähernd so gut wie der FORERUNNER, kann ihn (noch) nicht für OL empfehlen. Es folgt noch ein Test mit Befestigung am Stirnband.

    LG
    Wilfried

    PS: Vielleicht finden sich auch noch andere, die Erfahrungen mit ihren GPS-Aufzeichnern wiedergeben wollen. Zur schnellen Darstellung von allen GPS-Dateien empfehle ich http://www.gpsvisualizer.com.
  • 10 Kommentare sortiert nach
  • Sorry, habe soeben bemerkt, dass meine Links nur kurze Zeit aktiv sind, muss mir eine andere Darstellungsform aussuchen. Kennt jemand eine schnelle Lösung?
  • Hallo Wilfried,

    Super Testbericht!

    Ich habe die Tracks zu Tests 2 und 3 wo anders hochgeladen (Test 1 war schon weg):

    Test 2: http://www.dms.co.at/QvsF_Test2.html
    Test 3: http://www.dms.co.at/QvsF_Test3.html

    LG

    Erik

  • @wilfried: Wie lange lag Q still um GPS fix zu bekommen? Braucht vielleich länger als F? Sollte mindestens 5 Minuten sein - mit guter sicht in allen Richtungen. Q hat kleinere Antenne als F, und ist deshalb sowieso einiges schlechter. Sollte aber OK für OL sein. Wir benützen igotU und bekommen OK Ergebnisse für Analyse. Q sollte nicht schlechter sein als igotU denke ich.
  • Forerunner und Qstarz habe ich etwa 2-3 min liegen lassen, beim nächsten Test werde ich ihnen aber mehr Zeit geben. Ich vermute, dass man mit der optimalen Trageposition (Kopf?) ein besseres Ergebnis bekommen sollte: GPS-Logger wollen nicht schnell hin- und herbewegt werden (Handgelenk) und wollen keinen Funkschatten (Oberkörper). Nachdem ich nicht mit Kappe oder Kopfgestell laufen will, habe ich an Stirnband gedacht (das ich als Starkschwitzer sowieso meistens tragen muss).

    Ein direkter Vergleich IGotU mit Forerunner wäre interessant. Wie trägst du den IGotU?

    @Erik: Danke!
  • @wilfried: Trimtex GPS west (Rücken) oder stirnband.

    Ich glaube Jarkko R hat igotU und Forerunner verglichen (siehe Routegadget Facebook Seite). Auch Martin Lerjen (o-zeugs.blogspot.com) hat etwas in der Richtung gemacht. Beide sind wohl zu dem Schluss gekommen das Forerunner um einiges besser ist.

    Wir haben aber in Nat Team (Norwegen) igotU viel eingesetzt. 1 Sekunde igotU-daten (filtriert mit eigener SW) sind oft besser als "smart recording" Forerunner-daten (bei Forerunner 405 ist das die einzige möglichkeit). Mehr als gut genug für Analyse auf jeden fall - wichtig bei igotU ist aber einen SEHR guten Fix zu bekommen. Forerunner mit 1 Sekunde sind schon besser, aber z.B. bei WRE-läufen darf man die Forerunner-Uhren nicht anwenden.
  • Danke für den Hinweis, hier ein Auszug aus Jagges Testergebnissen, mit Stirnband bin ich wohl auf der richtigen Spur:

    "Head is best with a clear margin. Second is top of shoulder, wrist comes close behind as third - wrist is pretty equal with shoulder if antenna is pointing right, but that's not easy to do with regular loggers. Then upper back/neck or upper arm. then any upper body place. Low jacket pockets/pants pockets are worst. I guess this all may be up to the chipset/antenna used, it may differ how different brands handle those body shadow issues."

    PS: Wait a minute - "jankoc", "Nat Team (Norwegen)" - does this mean, the real Mr World-of-O commented on my small gps-test? Makes me feel very proud...
  • Auch ich benütze igotU und musste feststellen, dass relativ oft "Löcher" entstehen. Ziemlich krass war es vorigen Herbst in Arnoldstein, wo auch noch ein Gewitter am Himmel war. Garmin ergab dort eindeutig bessere Daten.
    Auch gestern und vorgestern im Waldviertel hab ich ziemliche Löcher in der GPS-Kurve, wobei dazu zu sagen ist, dass auch der - an sich spitzenmäßige - Jet-Kompass zeitweise gesponnen hat! (Er konnte sich oft nicht einpendeln. - Magnetfelder?)
    Auch habe ich gehört, dass der GPS-Empfang in Schweden und Norwegen akkurater sein soll als hier bei uns. Vielleicht funktionieren deshalb die schwächeren Geräte dort auch zufriedenstellend, hier aber nicht immer.

    PS: Beim OL trage ich igotU meist am Oberarm - für ein geeignetes Stirnband (Buff) war es mir eindeutig zu heiß. Dass es am Oberarm schlechteren Empfang gibt als auf dem Kopf, steht eh auch schon im Artikel in der Orientierung (ebenso bei Jan Kocbach, o-training.net)

    Edit: Beispiel Waldviertel
    Ich habe jetzt meine Quickroute-Datei vom Samstag in der Blockheide hier hochgeladen:
    http://tf-foto.heimat.eu/2012-04-28 Blockheide TF.jpg
    Man kann in der Kurve in Quickroute (Datei speichern und mit Quickroute öffnen, dann sind alle Daten erhalten) ganz deutlich die GPS-Löcher sehen: So konnte ich zB den Posten 9 gar nicht zum Standort ziehen und keine Zwischenzeit eintragen (wäre 1:57/22:52), weil dort keine Daten gespeichert wurden; ähnlich ging es im unmittelbaren Postenraum bei Posten 10 und 11 - in dem Moment, wo ich zwischen den Felsblöcken war, versagte die Aufzeichnung.

    Leider interpoliert Quickroute in solchen Fällen nicht, sondern lässt den "Cursor" die ganze Zeit auf dem vorigen gespeicherten Punkt und springt dann (mit grüner Linie) sofort auf den nächsten gespeicherten Punkt.

    Frage an die Allgemeinheit:
    Wisst ihr eine Möglichkeit, Quickroute zu "überlisten", sodass auch bei GPS-Löchern die Routen samt Zwischenzeiten halbwegs realistisch angepasst werden können?
  • Neue Vergleichsdaten Q versus F:

    QSTARZ BT-Q1300ST auf der linken Schulter getragen (mit kleinem Stückchen Tape & Sicherheitsnadel).

    (1) Waldspaziergang, Wendepunkt in steilem Graben:
    Forerunner: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=1557829
    Q: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=1557830

    (2) Dauerlauf am Roseggerweg:
    F: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=1557826
    Q: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=1557828

    Der kleine Datenlogger auf der Schulter ist offenbar gleich gut wie der Forerunner am Handgelenk (und darf aber - im Unterschied zum Forerunner - auch bei der WMOC verwendet werden).

    Es bleiben natürlich noch Fragen offen:
    Macht es einen Unterschied, wie der Q auf der Schulter getragen wird (Oberkante zum Kopf zeigend oder umgekehrt)?
    Sollte man nicht den F ebenfalls auf der Schulter statt am Handgelenk tragen?

    Q am Stirnband habe ich ebenfalls getestet, Ergebnis war gut, aber schlechter als auf der Schulter. Könnte an der Ausrichtung liegen (Seitenkante zeigt nach oben). Optimal wäre vielleicht Trageposition direkt auf dem Kopf liegend, das lässt sich aber ohne Kappe/Haube kaum realisieren.
  • Entscheidend für den GPS-Empfang ist die Abschattung des Himmels. Bei GPS-Messkampagnen etwa wird vor der Messung eine Abschattungsmaske des aufzunehmenden Punktes erstellt um festzustellen, welche Bereiche des Himmels abgedeckt sind um die freien Bereiche mit einer guten Satellitenkonstellation zu erwischen. Deswegen ist der Empfang in (steilen) Hängen schlechter. Also sollte man den Trageort danach wählen, Arm und Kopf ist gut, wenn die Ausrichtung stimmt. Den anscheinend besseren Empfang in Skandinavien kann man sich vielleicht durch die flacheren Gebieten oder lichteren Wälder erklären. Mehr GPS-Satelliten gibt´s dort nicht.

  • Neuer Test, trockener Graben im Hochwald, je zwei Mal entlanggegangen.
    Rot wäre die perfekte Linie, Abweichungen von bis zu 10 m sind OK.

    Forerunner am Handgelenk (der Goldstandard):
    image

    Forerunner mit Tape auf die Schulter geklebt:
    image

    QSTARZ auf die Schulter geklebt, Oberkante zeigt nach aussen:
    image

    QSTARZ auf die Schulter geklebt, Oberkante zeigt zum Kopf:
    image


    Fazit: Insgesamt keine schlimmen Abweichungen, Schulter statt Handgelenk macht beim Forerunner keinen großen Unterschied.
    QSTARZ GPS-Logger auf der Schulter schneidet am besten ab, richtige Ausrichtung scheint wichtig zu sein.


    Nächster geplanter Test: Steir. Sprint in Leibnitz, QSTARZ/Schulter versus Forerunner/Handgelenk.

    Kommentare, Bestätigungen und Entgegnungen sind willkommen.